Da wirft eine Russin eine Tasse auf die Mona Lisa, was schonmal recht zwecklos ist, da diese weiterlächelt, da sie durch ordentliches Panzerglas geschützt ist, und dann steht im Netz nur, die Frau leide wohl unter dem Stendhal-Syndrom. Nun gut, das mag sein, aber woher bekam die Frau eigentlich die Tasse, und wer läuft bitte mit einer Teetasse durch den Louvre? Na, und wenn man schon mit Tassen auf Kunst wirft, sollte man doch wenigstens gepolsterte Tassen nehmen:
Bild: kunst.gymszbad.de
Dass das Ausstellen von Kunst immer ein Wagnis ist, davon zeugen verschiedene Angriffe auf die Kunst. Erst 2007 reinigten Mitarbeiter des Straßenverkehrsamtes in Kassel die Straßen von einem Kunstwerk, was durch aufgeklebte Folien auf die Straße aus der Fahrbahnmarkierung Kreuze gemacht hatte. 2004 machte eine Frau auf einer Skulptur während der Präsentation der Flick-Collection im Hamburger Bahnhof einen Handstand und beschädigte diese damit. Dabei rief sie “Flick, ich vergebe dir!” Bekannt ist auch die Fett-Ecke von Joseph Beuys, die eine Putzfrau kurzerhand beseitigte. Brennende Kunst kann auch von der Feuerwehr zerstört werden. Manch Künstler geht mit der Zerstörung seiner Kunst aber auch sehr souverän um, so Ai Weiwei, dessen Skulptur auf der documenta 2007 vom Wind zum Einsturz gebracht wurde, oder der Künstler Yadegar Asisi, der sein Gemälde “Rom CCCXII” mit Ausstellungsbesuchern gemeinsam zerstörte, um Platz zu schaffen für neue Kunst.