Pablo Picasso: Le pigeon aux petits pois
Bild: burusi.wordpress.com
Von einem “Verbrechen gegen das kulturelle Erbe der Menschheit” spricht der Pariser Kulturbeauftrage Christophe Girard. Das Musée d´art moderne de la ville de Paris, nicht zu verwechseln mit dem im Centre Pompidou ansässigen Musée National d´Art Moderne, beherbergt eine hochkarätige Sammlung, vorrangig von Gemälden der Moderne. Nun ist in der Nacht zu Donnerstag ein Dieb durch ein Fenster eingestiegen, und hat fünf Bilder, darunter das Bild Picassos, Le pigeon aux petits pois (Taube mit Erbsen), aus dem Rahmen geschnitten. Neben dem Picasso vermisst das Museum Werke von Matisse, Modigliani, Braques und Legére. Ersten Schätzungen, der Schaden würde sich auf eine halbe Milliarde Euro summieren, widersprach das Museum inzwischen, der Wert der gestohlenen Kunst wird auf der Internet-Seite des Museum inzwischen mit 90 – 100 Millionen Euro beziffert.
Inzwischen recherchierte die Zeitung “Le Parisien“, indem sie die Wachleute befragte, dass die Bewegungsmelder nicht funktionierten. Zwar wurde eine männliche Person beim Eindringen durch ein Fenster von einer Überwachungskamera erfasst, da die Überwachung des Gebäudes aber durch Rundgänge der Sicherheitskräfte erfolgte, und die Räume im abgedunkelten Zustand auf den Monitoren der Sicherheitsanlage kaum zu sehen waren, konnte die Person unbehelligt die fünf Bilder aus den Rahmen schneiden und sich absetzen.
Interessant ist die Frage nach dem Motiv eines solchen Diebstahls, denn die fünf Gemälde dürften unverkäuflich sein. Ob sich ein wohlhabender Kunstsammler tatsächlich einen Ganoven für den Diebstahl angeheuert hat, ob der Dieb eigennützig handelt und sich an den Bilder im stillen Kämmerlein erfreuen mag, oder ob ein Kleinkrimineller die Gunst der Stunde nutzte, nicht ahnend, dass ihm kein Hehler die heiße Ware abnehmen wird, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen sind in vollem Gange.

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